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Alt 12-08-2007, 18:39
onkelseo onkelseo is offline
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Auch sehr gute Gedanken (und hübsche Vergleiche ).

Was ich mitunter ausdrücken wollte ist das Gefühl das wir momentan in einer Era sind wo man sich auf häusliche Werte besinnt. Während (ich habs nicht miterlebt) die 60er und 70er von einem Aufbruchsgefühl/Umbruch geprägt schienen ist es momentan so das traditionelle Werte im Vordergrund stehen.

Zugegebenermaßen ist mein obiger Beitrag stark dadurch motiviert gewesen als das meine Frau jenes Gespräch mit Ihrer Bekannten hatte. Leider treffe ich in letzter Zeit oft auf solche Aussagen, schockierenderweiße werden diese Aussagen vor Allem von Frauen getroffen.

Ausbildung ja, ein bissl Karriere vielleicht auch aber das eigentliche Ziel sollte ein durch Kinder gebundener situierter Mann sein.

Für mich drückt sich darin auch die soziale Schere aus, die immer schneller immer weiter aufklafft. Ich möchte unterstellen das es sich bei Nutzern dieses Forums um Menschen handelt die solche Umstände für gebenso befremdlich halten wie ich.

Ein guter Teil von uns verdient sein Geld durch das Internet. Davon ausgehend handelt es sich hier primär um intelligente, tendentiell aufgeschlossene Menschen mit einem gewissen Weitblick.

Aber in der breiten Masse die einen sozialen Rückschritt nach dem Anderen erlebt schauts zur Zeit nicht so optimal aus. Dabei finde ich die derzeit grasierenden Bildungsmängel am Schlimmsten. Besonders deutlich wurde für mich dieser Umstand als ich die Schulbildung meines kleinen Bruders beobachtet habe. Er ist im Unterschied zu mir eher handwerklich veranlagt und hat von daher eine Hauptschule besucht.

Soweit so gut. Dann habe ich gesehen was dort Bildung genannt wird. In der vierten Klasse war er nicht mal annähernd dazu in der Lage einen halbwegs geraden englischen Satz zu bilden und seine mathematischen Kenntnisse sind darauf beschränkt das er zum Addieren zweier einstelliger Ganzzahlen nicht mehr die Finger benötigt.

Wie kann es sowas im Internetzeitalter geben? Welcher Zukunft schauen diese armen Hascherln entgegen? Die sind dazu verdammt in Ihrem Leben Erfolg nur in einem sehr bescheidenen Umfang zu erleben. Schlimmer noch finde ich dabei den Umstand das hier klassische Mitläufer herangezogen werden. Intelligente Menschen sind kritisch und daher auch oft unbequem da Dinge hinterfragt werden könnten. Aber wie soll jemand etwas Hinterfragen dem die notwendige Grundbildung abgeht?

Allerdings gibt es ein weiteres Phänomen das scheinbar neu ist (so denke ich zumindest). Es gibt inzwischen sogar ein Schlagwort dafür. Das ist die Generation tausend Euro - Bildungselite die mit Ausnutzerei im Sinne der Marktwirtschaft schlicht mundtot gemacht wird. Ich habe mal nachgedacht - ich lebe in einer Studentenstadt und kenne daher viele sehr gut ausgebildete Leute. Und die meisten von denen haben auch Arbeit - Jobs die toll klingen. Das Interessante daran ist das das einzig wirklch tolle oft die Jobbezeichnungen sind. Das was die Meisten verdienen ist einfach nur lächerlich. Bedingt dadurch sind viele so mit Ihren Alltagssorgen eingedeckt das auch jene kaum dazu in der Lage sind kritisch aufzutreten bzw. sich gegen soziale Missstände einzusetzen da die dafür notwendige gedankliche Freiheit abgeht.

Jetzt bin ich mal wieder so richtig vom Thema abgekommen . Egal, das sind ohnehin Fragen die schon tausendmal gefragt wurden und im Zuge einer Internetdiskussion wohl kaum gelöst werden können. Man müsste dazu aufstehen und sich zur Wehr setzen aber das ist ein brotloser Job - und das kann ich mir einfach nicht leisten.
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