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Alt 26-05-2008, 17:38
dennis dennis is offline
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Es gibt:

a) Webhosting
b) Serverhosting
c) Serverhousing
d) Colocation

Lösung a) reicht für vieles aus wenn du ein großes Paket bestellst. Im Normalfall liegst du mit vielen Domains anderer Kunden auf dem gleichen Server und bist an die Leistungen deines Pakets (PHP Version, mySQL, mod_rewrite, etc.) gebunden und kannst nichts daran ändern. Nicht alle Provider geben exklusive IP-Adressen die man für SSL Zertifikate braucht heraus oder bieten die Möglichkeit einen reverse DNS Eintrag zu setzen.

Wenn du es "dicker" brauchst musst du also zu Lösung b) übergehen. Das merkt man erst einmal am Preis. Hierbei unterscheidet man:
i) vServer
ii) Root Server
iii) Managed Server

i) und ii) unterscheiden sich darin, dass du dir im ersten Fall einen Hardwareserver mit anderen teilst und jeder nur virtuell seinen eigenen Server hat. Wichtig bei i) ist, dass du dir genauso wie bei a) die Leistung des Servers mit den anderen die darauf hosten teilst, wenn da jemand einen YouTube Klon und der andere ein SETI@home laufen lässt sieht es übel für deine Performance aus.

Bei ii) und iii) hast du wirklich einen eigenen Server irgendwo im Rechenzentrum angemietet, wobei bei ii) die Verwaltung vom Provider übernommen wird (also einem sehr großen Webpaket entspricht) oder bei iii) du selbst dafür verantwortlich bist. Das ist nicht zu unterschätzen - jemand der keinen Administrator Hintergrund hat, sich nicht mit dem Betriebssystem auskennt und nicht auf dem aktuellen Stand in Sicherheitsfragen ist muss sich um genau so jemanden kümmern der das kann wenn er iii) einsetzen möchte. Hobbyadministratoren sind damit überlastet. Lösung ii) ist auch wieder je nach Provider beschränkt - man kann da nicht einfach mal eine neue PHP Version oder ein Apache Modul installieren wenn man es braucht - wie wir demletzt heir diskutiert hatten bekommt man bei 1und1 noch nicht mal weitere IP-Adressen dazu...

Sprich iii) hat alle Freiheiten - aber auch Pflichten, damit kannst du alles einrichten wie du willst (aber eben auch verkonfigurieren so dass nichts mehr geht).

Wenn du noch dicker einsteigen willst (und spätestens ab hier empfehle ich es dir ausdrüchklich nicht mehr) kannst du dich über Lösung c) informieren - dem Serverhousing. Hierbei kaufst / least du irgendwo Hardware welche du dann in ein Rechenzentrum bringst und die dich dann in ihren Serverschrank mit rein hängen. Das macht bei einem Server noch nicht wirklich viel Sinn - ausser du brauchst aus zwingenden Gründen spezielle Hardware welche nicht bei b) angeboten wird.

Und wenn du dann viele Server hast ist d) das richtige für dich - dann bekommst du einen eigenen Raum (private room), einen abgezäunten Bereich (cage) oder einen eigenen abschliessbaren Schrank (rack) zu deiner Verfügung - jeweils (bei guten Rechenzentren) mit eigener 24h Zugangskarte zu den Servern und Remote Hands Dienstleistungen. Der Überbegriff dafür ist Colocation.

Falls du dich unerwarteter Weise für c) oder d) interessierst kann ich gerne einen Kontakt herstellen. Fragen zu b) stellst du besser in einem anderen Forum und Fragen zu a) stellt man am besten gar nicht :-)

Achso - während bei a) oft (angebliche) Trafficflats drin sind musst du bei b) schauen wie das gehandhabt wird - bei c) und d) wird fast ausschliesslich bedarfsbezogen abgerechnet - dann spielt die Leistung der Leitung eine primäre Rolle.

Gruß,
dennis
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