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| Online-Recht Hier geht es um rechtliche Themen beim Online-Marketing. |
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#1
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| Hallo allerseits! Da ich als Webmaster in unserem Online-Shop mit genug Arbeit zu kämpfen habe, hat mein Chef vor etwa einem halben Jahr einen externen SEO engagiert, der durch Verlinkung, Einträge in Artikelverzeichnisse und so weiter unsere Position in den Suchmaschinen deutlich verbessern konnte. Allerdings hat der Mann sich nie so richtig in die Karten gucken lassen, und als mein Chef mal einen konkreten Tätigkeitsbericht verlangte, kam es zu einem Streit: Dieser gipfelte darin, dass - nachdem mein Chef angedroht hatte, den Vertrag zu kündigen - der SEO (sagen wir mal höflich) "angedeutet" hat, dass wir unsere guten Positionen im Fall einer Kündigung wieder verlieren würden! Jetzt sind wir natürlich verunsichert, weil wir nicht wissen, wie er das meint! Klar, wir würden wahrscheinlich Positionen verlieren, wenn wir - im Gegensatz zu unseren Mitbewerbern - die Verlinkung nicht kontinuierlich weiter Ausbauen. Aber irgendwie klang das dann doch eher wie eine Drohung! Theoretische Frage: Könnte (bzw. dürfte!?!?) der SEO das gegen Entgeld für UNS(!) aufgebaute Link- und Artikelnetz "ausknipsen" - oder gar an einen Mitbewerwerber verkaufen und die Links ändern?? Und wie könnte man sich dagegen schützen? Wir kennen z. B. einige der Einträge in Artikelverzeichnissen, die Links zu uns enthalten. Wie könnte man im Streitfall beweisen, dass da Links nachträglich verändert wurden? Oder solche in Web-Verzeichnissen? Einfach die aktuellen Seiten per Browser zu speichern dürfte wenig aussagekräftig sein ![]() Mal ganz davon abgesehen ist nach dieser Nummer natürlich das Vertrauen in den Mann weg (auch, wenn er im Ergebnis Erfolg hatte). Einen Nachfolger zu finden, der die Arbeit weiterführt, *ohne* dass man dabei gleich arm wird, wäre das nächste Problem... aber das ist hier wohl off topic ![]() |
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#2
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| Hi Balduin, schwieriges Thema... aus dem grund sollte man sich für sensible jobs auch seine leute gut aussuchen. und ggf. mal nicht an der falschen stelle sparen ![]() ich schätze (hoffe) mal ihr habt einen vertrag... in dem sollte drin stehen wer die links gekauft/gezahlt hat und wem sie gehören. -- dann ist ja alles klar ?! wenn diese person in eurem namen handelt, sind es die der firma - hat er jedoch nur den auftrag "bring uns mal n bisschen höher" dann wirds schwierig, da er ja dann quasi für sich die links zusammen gestellt hat und sie euch zur verfügung gestellt hat. würd ich mal so behaupten und ist auch nur ein gedankengang ![]() schöne grüße, Ben |
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#3
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| die sache ist ganz einfach. links aus artikelverzeichnisse usw. bleiben erhalten. linkt er aus seinem eigenen netzwerk oder tauscht aus diesem für dich bist du die sachen los. und ganz erlich, ich halte das auch nicht für so schlecht. tätigkeitsbericht? glaubst dein chef er erzählt dir seine tricks? seo ist eine laufende arbeit die bezahlt werden muß. mittlerweile hat sich aber durchgesetzt das erfolgsabhängig bezahlt wird. jedes einzelne key wird dann einfach monatlich nach position bezahlt. ob der seo dafür 5 minuten arbeit benötiegt oder 5 tage/monat kann dem auftraggeber wurscht sein. wenn er wissen will was läuft dann soll dein chef jemanden feste einstellen mit sozialabgaben und alle drumm und dranne. |
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#4
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| Zitat:
Tja, aber wie kann man die Spreu vom Weizen unterscheiden? Wie schon angedeuted, wären wir durchaus an einem neuen SEO interessiert, da ich selber einfach nicht die Zeit dazu habe ;-) Zitat:
Tja, den *genauen* Vertragstext kenne ich persönlich nicht; aber es dürfte wohl eine Mischung aus Beidem ("Verlinkung aufbauen" und "höher bringen") sein - was die Sache vermutlich nicht einfacher macht :-( Balduin PS: Sorry für die späte Antwort, mir ist letzte Woche der Rechner verreckt... >:-[ |
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#5
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| Zitat:
Das Erstere wäre für uns der entscheidende Punkt! Aber in vielen Artikelverzeichnissen etc. kann man halt die Einträge im Nachhinein bearbeiten, also ggf. auch die Links "umbiegen"! Hast Du eine Idee, wie wir uns *dagegen* schützen könnten? Zitat:
Naja, damit macht man sich dann aber gegenüber seinem Geschäftspartner wirklich erpressbar! Sehe ich IMHO nicht so. Betrachte das doch mal von unserem Standpunkt aus: Das Link- (oder was-auch-immer-) Netzwerk wurde in unserem Auftrag aufgebaut. Dafür hat der SEO Arbeit und Zeit investiert und wurde von uns bezahlt. So weit, so gut. Aber: Kündigen wir nun den Vertrag, könnte er das Netzwerk mit minimalem(!) Aufwand an einen unserer Mitbewerber übertragen - sogar für noch mehr Geld, weil der Mitbewerber ja sofort von sämtlichen Vorteilen des bereits vorhandenen Netzwerkes profitieren würde! Das kann so doch nicht richtig sein, oder? ![]() Zitat:
Neee, so nu auch wieder nicht Aber wenigstens nach den "permanenten" Einträgen in z. B. Artikelverzeichnissen etc. muss man doch noch fragen dürfen!Zitat:
Steht außer Frage. Zitat:
Aber genau da liegt doch der Hase im Pfeffer (siehe oben)!! Mal ganz stark übertrieben formuliert: Wir bezahlen den Mann 6 Monate dafür, uns mit Keyword X nach vorne zu bringen - und nach Vertragsende verhökert er das zugrunde liegende Netzwerk an den höchstbietenden Mitbewerber, der uns dann innerhalb von 14 Tagen überholt... ![]() Wenn wir Plätze verlieren, weil das Keyword nicht länger gepflegt wird, ist das eine Sache. Aber im diesem Fall?? Was müsste man im Vertrag stehen haben, um sowas zu verhindern (mal von dem Abgesehen, was Ben schon erklärt hat)? Gäbe es da im Nachhinein gar keine rechtliche Handhabe? Und zum Schluss nochmal die immer noch nicht beantwortete Frage: Wie könnte man im Streitfall beweisen, dass ein zweifelsfrei uns gehörender Eintrag z. B. in einem Artikelverzeichnis nachträglich geändert wurde (Verlinkung)? Sorry für die nervigen Fragen, aber wir sind echt ratlos ![]() Balduin |
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#6
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| na ja, wen er für die einträge in den artikelverzeichnissen und kataloge bezahlt woren ist dann solten die dinge auch euch gehören. wenn er da was fummelt dann ist das schlicht eine sau! und gegen eine sau da hilft auch kein vertrag! vertrag kommt von vertragen. ist eben manchmal so das man reingelgt wird. einzieger trost, ich habe in meinem ganzen leben noch keinen kennengelernt der unseriös arbeitet und seinen porsche dauerhaft fährt. |
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#7
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| Durch Einträge in AV wird die Webseite zwar gestärkt, aber die sollten nicht überbewertet werden. Eine gute Position setzt starke Links voraus und die wird der SEO auf seinen oder von ihm betreuten Seiten gesetzt haben. Und dass die entfernt werden halte ich durchaus für legitim. Wenn er die Artikel selber verfasst hat oder selbige durch seinen Auftrag verfasst wurden und er den Autor dafür bezahlt hat, kann er damit verfahren wie er will. Wenn ein langfristiger Vertrag geschlossen wurde, sollte er von beiden Seiten eingehalten werden und wie ich es hier sehe ist Shopbetreiber derjenige, der den Vertrag aufweichen will. Zitat:
Es steht euch doch frei einen anderen SEO zu nehmen, Adsense zu schalten oder Euch selber mit der Materie zu beschäftigen. Solche Typen sind mir die richtigen, erst steckt man Arbeit ohne Ende in ein Projekt und arbeitet für Lau wenn es läuft wird der Vertrag in Frage gestellt. Der SEO sollte Euch den Vertrag kündigen. In solchen Webmastern sehe ich die Ursache des SEO Parasitismus. Der SEO wird jetzt selber eine Webseite zu dem Thema basteln, diese puschen, sich vor Euch positionieren und Adsense draufknallen. |
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#8
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| na ja, ist sehe das schon differenzierter. es gibt eine menge faule eier unter den seo's. ein beliebter trick ist es eine seite per 301 weiterleitung zu pushen. das ist so lange okay wie der kunde weiß auf was er sich einlässt. weiß er das nicht dann ist es beschieß und der tut allen seriös arbeitenden seo's nicht gut. beispiel ich bin hobby seo mit einem guten halbwissen. seo arbeiten übernehme ich nur im engeren freundes und beckanntenkreis. der deal ist meist simpel. 2000,- euro erfolgsunabhängige anzahlung sorry aber unter dem mach ich keinen finger krum! weitere 4000,- euro sobals die seite unter den gewünschten keys in den top10 steht. und alle arbeiten die bis dahin gemacht wurden gehören dem kunden. und danach wird ein pflegevertrag gemacht. wenn er den nicht will dann wird die seite zwangsläufieg wieder nach und nach fallen. viele links sind halt mal auch wanderlinks. wenn links gekauft werden dann mache ich das im namen des kunden und vermittel diese nur! ich weiß aber das es leute gibt die tartsächlich so arbeiten das sie gepushte seiten problemlos wieder abschießen können. und das sind nicht wenige! so etwas halte ich schlicht für eine sauerei! verträge sind schlicht keine versklavungserklärung und ein sauberer vetrag muß jeder zeit zu lösen sein! es sei denn ich will irgendwan den ruff der (okay lassen wird das ihr kennt alle die grossen namenhaften unternehmen die mittlerweile auch nicht mehr immer wissen was anstand ist) haben! Geändert von iluminatus (23-01-2008 um 15:58 Uhr). |
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#9
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| Zitat:
Tja, das sind schon ehrliche Preise. Wir arbeiten nur mit langfristigen Verträgen, die ausschließlich Erfolgsorientiert sind. Und nur ausgewählte Projekte, da unser Kerngeschäft ein anderes ist. Da sind dann schon mal 6 Monate oder mehr ins Land gegangen bevor richtig was zu sehen ist. Diese Projekte sind dann langfristig angelegt und fangen den Webseitenbetreiber erst an zu kosten wenn es für Ihn was bringt. Dann sind aber die Krämerseelen und Neunmalkluge gar nicht so selten und wollen den Vertrag kündigen. Das hat nichts mit Sklavenverträgen zu tun sondern um auf Deine oben aufgeführten Honorare zu kommen müsste er mit 2 keys schon 2 Jahre auf Seite 1 sein. Und solchen Experten dann Rechenschaft geben, was ich genau mache ? pffff Geändert von yaso (23-01-2008 um 20:59 Uhr). |
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#10
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| @ yaso: Du siehst das glaube ich wirklich zu pauschal - und vor allem zu einseitig von Deinem Standpunkt aus! Wenn ein Teil des Auftrags war, Artikel zu schreiben, halte ich (bzw. mein Chef) als Auftraggeber die Frage danach, wo und welche Artikel erstellt wurden, für völlig legitim. Was hat das Bitte mit Neunmalklug oder Krämerseele zu tun? SEOs erledigen einen verdammt harten, komplizierten und vor allem langwierigen Job. Von "meinem" SEO zumindest gelegentlich ein Feedback zu verlangen, was er denn grade so treibt (ohne ihm detailiert in die Karten gucken zu wollen!), halte ich ebenso für legitim. Sowas nennt man Teamwork - oder von mir aus auch "vertrauensbildende Maßnahme"! Und ohne Vertrauen geht grade in diese Branche doch eigentlich gar nix, oder? ![]() Ben hat schon recht: Es gibt leider viel zu viele schwarze Schafe, die mit unseriösen Methoden kurfristige Erfolge erzielen, die schnelle Knete abzocken und dann dem Auftraggeber im Nachhinein mehr kosten als einbringen. Wer sich da grundsätzlich jeder Transparenz versperrt, braucht sich auch nicht über Mißtrauen seitens des Kunden zu wundern! B. |
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